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Weniger Baugenehmigungen als im Vorjahr: Woran liegt es?

Zwischen Januar und Mai dieses Jahres wurden 7,6% weniger Wohneinheiten genehmigt als in den ersten fünf Monaten 2016. Woran liegt es?

 

Dass in den ersten Monaten des Jahres 2016 so viel mehr genehmigt wurde als im jeweiligen Vergleichszeitraum 2015 und 2017 ist unterschiedlichen Ursachen zuzuschreiben. Unter anderem ist ein „Vorzieheffekt“ ein Grund dafür. Um nicht nach der neuen Energieeinsparverordnung bauen zu müssen, die am 1. Januar 2016 in Kraft trat, musste der Bauantrag noch 2015 gestellt werden. Bearbeitet und genehmigt wurden viele Anträge aber erst 2016. Damit wäre zumindest ein Teil des Anstiegs im vergangenen Jahr und damit auch ein Teil des Rückgangs in diesem Jahr zu erklären.

 

Fehlendes Bauland ist in vielen Fällen ebenso ein Grund dafür, dass die Anzahl der Genehmigungen gesunken ist. Denn Baulandknappheit ist in vielen Städten ein Problem. „Einfache“ Projekte sind so gut wie nicht mehr am Markt zu haben. Häufig ist eine umfangreiche Grundstücksentwicklung erforderlich, zahlreiche Abstimmungen mit Behörden, Eigentümern und Nachbarn verzögern den Baubeginn.

 

Trotz mancher Schwierigkeit beim Bauen in Städten: Das Genehmigungsminus von 7,6% hat überwiegend andere Ursachen. Denn vor allem bei der Entwicklung im Segment Einfamilienhäuser geht die Genehmigungszahl um gut 11% nach unten. Das kann auf eine Sättigung in ländlichen Räumen hinweisen.

 

Am stärksten gingen allerdings den Statistiken zufolge die Genehmigungen bei Wohnheimen zurück (-32,4%). Dies steht in Zusammenhang mit der Entwicklung bzgl. der Flüchtlinge. Das Abebben des Flüchtlingsstroms könnte zu einem Rückgang der Genehmigungszahl in diesem Jahr geführt haben.

Auffällig ist auch, dass in diesem Jahr bislang deutlich weniger Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden genehmigt wurden (-25,5%). So könnte z.B. durch den Ausbau und das Aufstocken von Dächern ein enormes Potential in den Städten gehoben werden. Städte müssen hier einfach schneller und kundenfreundlicher agieren, um dem Wohnraummangel in den Städten zu begegnen. Allerdings liegt die Zurückhaltung auch bei den Eigentümern begründet. Aufgrund der Energieeinsparverordnung und von Vorschriften in Sachen Brand- und Schallschutz ist ein Dachausbau eine mit hohen Kosten verbundene Investition.

 

Letztendlich kann der Rückgang aber auch in der Kapazitätsauslastung der Bauunternehmen begründet sein. Diese ist verbunden mit aktuell sehr hohen Baukosten. Manch ein Eigentümer spielt daher auf Zeit und wartet ab, bis der Markt sich wieder entspannt und die Baupreise wieder nach unten gehen.

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