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Millionenschäden durch unprofessionelle Immobilienverwalter

 

Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) und der Deutsche Mieterbund (DMB) haben im Rahmen einer Umfrage festgestellt: Unprofessionelle Immobilienverwaltung verursacht sowohl bei Wohnungseigentümern als auch bei Mietern Millionenschäden.

 

Den jährlichen Schaden durch Fehler bei der Verwaltung von Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) beziffert der DDIV auf rund 25 Mio. Euro. Weitere 55 Mio. Euro pro Jahr würden dafür anfallen, die mangelhaften Unterlagen bei Übernahme von WEG-Verwaltungen eines Vorgängers aufzuarbeiten. Bei 94% der Übernahmen seien Schadenersatzforderungen gegen den Vorverwalter erhoben worden, bei 16% sogar Strafanzeigen.

 

37% der Befragten gaben aber an, dass sie selbst bereits einmal mit Schadenersatzforderungen konfrontiert gewesen seien. Bei 33% ging es schon um gerichtlichen Schadenersatz und bei 12% um Strafanzeigen. Dies führt dazu, dass viele Verwalter die die Übernahme einer WEG-Verwaltung per grundsätzlich ablehnen. Etwa 74% der Befragten begründen dies mit dem hohen Konfliktpotenzial, 66% mit der zu geringen Auftragsgröße umd 63% mit der nicht gegebenen Auskömmlichkeit und 34% mit unqualifizierten Vorverwaltungen.

 

Aber auch Mietverwaltungen sind betroffen. DDIV und der DMB stellten Berechnungen an, nach denen Mietern allein durch fehlerhafte Betriebskostenabrechnungen ein Schaden von rund 30 Mio. Euro jährlich entsteht. Weitere 57 Mio. Euro Schaden verursachten fehlerhaft berechnete Mieterhöhungen. Diesbezüglich laufen hierzulande jedes Jahr rund 100.000 Gerichtsprozesse, die aus Sicht der beiden Verbände nicht notwendig wären. Der dadurch entstehende Schaden betrage in der Mietverwaltung rund 20 Mio. Euro und in der WEG-Verwaltung mehr als 13 Mio. Euro. Insgesamt beläuft sich der in WEG- und Mietverwaltungen verursachte Schaden auf 200 Mio. Euro.

 

„Ohne Sachkundenachweis und Berufshaftpflichtversicherung werden die finanziellen Schäden für Eigentümer und Mieter weiter steigen", warnt DMB-Direktor Lukas Siebenkotten. Er fordert ausdrücklich, dass Mietverwalter in das laufende Gesetzgebungsverfahren einbezogen werden. „Unsere Beratungs- und Prozessstatistik weist rund 1,1 Mio. Rechtsberatungen jährlich aus."

 

Mehr Informationen in der gemeinsamen Pressemitteilung der Verbände Dachverband Deutscher Immobilienverwalter e.V. und Deutscher Mieterbund e.V.

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