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Übersteigerte Preise: Wohnimmobilien sind zu teuer

Wohnimmobilien in Deutschland sind im Schnitt 10% zu teuer. Zu diesem Ergebnis kam die Commerzbank bei aktuellen Berechnungen. Es sei momentan kein Ende der Niedrigzinspolitik in Sicht, was bedeutet, dass es mit den hohen Preisen auf dem Immobilienmarkt so weiter geht. Damit steige die Gefahr, dass es zu „beträchtlichen Übertreibungen" kommt, deren Korrektur die deutsche Wirtschaft „massiv belasten" würde.

 

Die Commerzbank stellt bei ihren Berechnungen die tatsächlichen Wohnimmobilienpreise sogenannten „fairen Preisen" gegenüber. Letztere sollen widerspiegeln, welche Werte durch volkswirtschaftliche Fundamentaldaten, d.h. real verfügbarem Pro-Kopf-Einkommen, realen Baukosten, Realzinsen, Arbeitslosenquote sowie dem Anteil der 25- bis 45-Jährigen an der Gesamtbevölkerung, gedeckt ist.

Laut den Berechnungen der Commerzbank steigen die Preise seit 2011 schneller, als es in Anbetracht der Fundamentaldaten gerechtfertigt gewesen wäre. Zunächst sei das noch die Korrektur einer zuvor entstandenen Unterbewertung gewesen. Doch seit Anfang 2015 koppelten sich die Preise immer stärker von den Fundamentaldaten ab: Nach den Berechnungen der Bank gingen die fairen Preise in den vergangenen drei Jahren um durchschnittlich 1,5% p.a. nach oben, während die Häuserpreise jedoch im Schnitt um 4,5% jährlich stiegen.

 

Je länger der Immobilienboom anhalte, desto größer werde die Gefahr, dass es am Ende des Booms zu „beträchtlichen" Preisübertreibungen und damit zu einem „ausgeprägten Einbruch" der Werte komme, so die Commerzbank. Mit Blick auf die seit 2010 steigende Verschuldung privater Haushalte sei bei einem Einbruch der Preise mit Problemen für Schuldner und die finanzierenden Banken zu rechnen.

Darüber hinaus befürchtet die Commerzbank negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Bauunternehmen, die zunächst aufgrund der hohen Nachfrage ihre Kapazitäten ausgebaut haben, müssten irgendwann anfangen, Arbeitskräfte zu entlassen.

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