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Wird in Deutschland falsch gebaut?

 

Der Bau von insgesamt 245.300 Wohnungen wurde von Januar bis August 2016 in Deutschland genehmigt. Das sind rund 25 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2015, wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen. Die Wohnungsbaubranche kritisiert jedoch die Arbeit der Großen Koalition.

 

Gebaut werde nicht nur zu wenig, sondern auch zu teuer und am tatsächlichen Bedarf vorbei. Die Wohnungsbaupolitik sei „eine offene Baustelle“, urteilt das „Verbändebündnis Wohnungsbau“. „Die Wohnungen entstehen vor allem in Segmenten, wo wir keinen Mangel haben“, sagt Bündnis-Koordinator Michael Hölker. „Es fehlen aber Wohnungen im bezahlbaren Segment.“

Um Investoren Anreize zu bieten, anstatt in Eigentumswohnungen eher in bezahlbare Mietwohnungen zu investieren, fordert das Bündnis von der Großen Koalition, Maßnahmen - wie etwa die Erhöhung der linearen Abschreibung von 2% auf 3% pro Jahr - schnellstens auf den Weg zu bringen. Zudem sollen Bund, Länder und Kommunen Bauland bereitstellen, anstatt Grundstücke nach dem Höchstgebot zu vergeben.

 

„Die Große Koalition ist über die Analysephase kaum hinausgekommen“, kritisiert das Verbändebündnis. „Statt Vollgas zu geben, fährt der Wohnungsneubau im ersten Gang.“

Eine weitere Maßnahme, die das Bündnis von der Regierung fordert, ist die zielgerichtete Förderung des Wohnbaus über Investitionszulagen. Investoren hätten mangels einer Mindestrendite derzeit keinerlei Anreiz, beispielsweise in den sozialen Wohnungsbau zu investieren.

 

Weiterer Preistreiber für den Wohnungsneubau seien zudem die hohen Energie-Standards. Durch die Anforderungen der Energie-Einsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) sei die Wirtschaftlichkeit beim Wohnungsbau kaum mehr gegeben.

Weitere Kritik: Genehmigungsverfahren zögen sich viel zu lange hin. Das Potenzial für neuen Wohnraum – etwa bei Brachflächen und Baulücken, werde auch zu wenig ausgenutzt.

 

Unterdessen verteuern sich Häuser und Wohnungen in Deutschland immer mehr. In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern erhöhten sich die Preise im zweiten und dritten Quartal nach Angaben des Immobilienverbandes IVD um durchschnittlich 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Immer mehr Menschen zieht es in die Metropolen. Entspannung auf dem Wohnungsmarkt ist zunächst nicht zu erwarten.

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